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May 17, 2009

Spring is here again!

... and with it in corporate speeches and newsletters throughout Germany the inevitable quotations from Eduard Mörike's old poem:
Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!
Efforts to translate this poem are, in my opinion, decidedly mixed; some are truly awful. Some of the English texts published on the Internet clearly betray their authors as not being native speakers of English and don't work well no matter how "singable" they may be or whatever other virtues they may possess. Some are quite interesting interpretations.

After surveying the online poetic world for a historic, out-of-copyright version of that famous poem, I finally gave up in disgust and wrote my own bad version:
Spring sets free her ribbon blue
to flutter in the skies again.
Sweet, familiar fragrance drifts
full of promise o’er the land.
Violets do dream,
desire to burst forth soon.
Hark! the harp sounds softly from afar!
Yes, Spring, it is you!
It is you I have heard!

Translation (c) 2009 Kevin Lossner
Please note the copyright and that honor will compel me to pursue you to the Gates of Hell if you even dream of quoting this without permission ;-) You'll be paying license fees and contributions to the German artists' social insurance fund to the end of your days.

A bit of Google searching turns up many efforts. Here are some of the links I found:
There are, of course, many more out there. I would be most interested to hear what the thousands of poetry critics among my readership have to say about the virtues and failings of these and any other translations of this poem to be found on the Internet. Or contribute your own best attempt to the discussion :-)

14 comments:

  1. Werter Herr Kossner,

    kritisieren ist - etymologisch betrachtet (krínein) - die Fähigkeit, das 'Gute' vom 'weniger Guten' zu scheiden. In der Einschätzung anderer Menschen Leistung ist Sachlichkeit angebracht. Ob in diesem Zusammenhang das Wort 'disgust' zu einer sachlichen Diskussion beiträgt, mag dahingestellt sein.
    Nun zum 'effort' des Übersetzens. Zweifelsfrei lässt sich '3D-Struktur verbrückter Aramid-Polymere' trefflich und eindeutig mit '3D-structure of bridged aramid polymers' übersetzen. Oder?
    Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, dass literarisches Übersetzen oftmals ein Drahtseilakt ist: traduttore - traditore. So Anprüche auf prosodisches Übersetzen bestehen, kann man schnell zum Verräter werden. Sie können strukturtreu, sinntreu, wirkungstreu, reimlos, adaptierend übersetzen. Sie können die Sangbarkeit der Übersetzung im Vordergrund haben. Dies zum 'attempt'.
    Was lässt Sie 'ahnungsvoll' mit 'full of promise' übertragen? Mörike bedient sich hier eines von Goethes Lieblingsadverben. Ich verweise auf das 'Deutsche Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm'. Im 'Ahnen' rührt etwas Unbestimmtes von außen an, meist mit negativem, schicksalshaftem Ausgang. Nicht hier: die Düfte streifen im Bewusstsein, bei den Rezipienten etwas Positives zu bewegen. Sehen Sie dies in Ihrer Übertragung nicht zu sehr aus der Sicht des Duftbeglückten? Für das Wort 'streifen' gibt es meines Wissens nach kein Äquivalent im Englischen. Es ist das sich zielfreie Bewegen sowie das unabsichtliche Berühren in Einem. Ist dies mit 'drift' wiedergegeben?

    Ich grüße Sie 'ahnungsvoll-erwartungsvoll'.

    Bertram Kottmann

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  2. > Werter Herr Kossner,

    Mit "L" eigentlich. Aber viele verwechseln das mit "Costner", meine Gefährtin gelegentlich auch.

    > PS: Meine Gedanken lassen sich rein technisch nicht im Blog unterbringen.

    Wieso das? Zugegeben, das Medium ist manchmal ziemlich beschissen, vor allem weil man in den meisten Umgebungen schlecht Tippfehler korrigieren kann, jedenfalls nicht bei diesem komischen System bei Google, soweit ich weiß.

    > Was lässt Sie 'ahnungsvoll' mit 'full of promise' übertragen?
    > Mörike bedient sich hier eines von Goethes Lieblingsadverben.
    > Ich verweise auf das 'Deutsche Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm'.
    > Im 'Ahnen' rührt etwas Unbestimmtes von außen an, meist mit negativem,
    > schicksalshaftem Ausgang. Nicht hier: die Düfte streifen im
    > Bewusstsein, bei den Rezipienten etwas Positives zu bewegen.

    Danke für den Grimm'schen Hinweis; der Sinn von "ahnen" scheint klar und auch richtig wiedergegeben worden zu sein.
    Genau so wird "promise" öfter verstanden: zu erwartende positive Ereignisse u.ä.

    > Für das Wort 'streifen' gibt es meines Wissens nach kein Äquivalent im
    > Englischen. Es ist das sich zielfreie Bewegen sowie das unabsichtliche
    > Berühren in Einem. Ist dies mit 'drift' wiedergegeben?

    "Drift" ist ja ziemlich zielfrei :-) Als Kollokation kommt das mit "fragrance" u.ä. oft vor.

    Man könnte fragen, woher "silver" abgeleitet ist. Silberne Töne sind zwar schön, aber nicht unbedingt leise. Das fand ich persönlich aber gar nicht schlecht an der Stelle. Problematisch fand ich eher die Wahl des Verbs in der zweiten Zeile, "vernal" etwas redundant, da wir ja bereits von Frühling reden. Vom Sinne von "streifen" sind Sie völlig weg. Fragrance + touch? Na ja, dichterische Freiheit ist OK, aber ich finde, das hat wenig mit dem Sinn des deutschen Originals zu tun. "Unfurl" als Verb in der ersten Zeile ist gut, ist ja auch ein schönes Bild. Es gibt in Ihrem Versuch einige interessante Elemente, aber als Gedicht in Englisch ist das für mich einfach nicht gelungen, ob singbar oder nicht.

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  3. And then, of course, there is the Babelfish collection of roundtrip translations for the piece. If not the best of the lot, certainly the most amusing.

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  4. I do enjoy reading your blog, Kevin - there's always so much food for thought and lively discussion. And I think that anyone who translates poetry is very brave. Personally I find translating poetry as difficult as translating mathematical equations into sentences and paragraphs that non-mathematicians can understand. General relativity may be beautiful and awe-inspiring when you study the original equations, but if you try and translate the thought processes into paragraphs, it loses so much that all you're left with is questions and misunderstanding.

    But of course, not everyone understands maths, and not everyone speaks German, and that's where we come in - making a living from translating facts, thoughts, ideas and feelings from one language to another.

    I like your version of this poem because it tries to convey the ideas without being limited by rhyme. But the others have good aspects too - rhyme can help with the feel of a poem, and it's very hard to do, especially in a translation.

    Please keep sharing your thoughts in these posts. You might even want to twitter, if you're not already - 140 characters can be quite entertaining and informing. And can point people to your posts, too ;-)

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  5. Guten Tag Herr Lossner,

    zuvörderst Verzeihung für die Namensverdrehung - Namen sind 'heilig' !
    Obwohl ich nie ins Kino gehe, hat sich mir der alliterative Name aufgedrängt. Nun denn, 'der mit dem Wolf tanzt' könnte auch mit Ari tanzen :-)).
    Zum Inhaltlichen: danke für Ihre Kritik. Ich darf das Bild 'streifen' nochmals aufnehmen: steckt in ihm nicht einerseits das Umherziehen i.S.v. roam, rove, ramble, stroll und andererseits das Berühren i.S.v. touch?
    Mein Denken war: Düfte erfreuen, wenn sie im Vorbeiziehen, im Anflug berühren ja sogar betäuben (Flieder, Jasmin): daher, und nicht nur aus Reimgründen 'please' und 'touch'.
    Bei 'drift' scheint mir letzterer Aspekt nicht zum Tragen zu kommen.
    'Ahnungsvoll' mit viel versprechend wiederzugeben ist besser, als das Ominöse einer dunklen Ahnung hervorzuheben (ominously, portentously).
    Spring und vernal breezes - redundant aus prosodischen Gründen, wobei das Frühjahr auch durchaus kalte Brisen bietet.
    Warum übersetzen sie mit 'skies'? Etymologisch steckt darin die 'cloud', die scua=shade. Skies sind, poetisch gesprochen, 'celestial regions' 'heaven/s'.
    Mörike hat m.E. die bewegte Troposphäre, die 'Lüfte' im Sinn.
    Als Musiker kommt mir bei der Harfe das arpeggio in den Sinn: arpeggiare = die Harfe spielen. Die Töne haben eine silberne Anmutung. Eben fällt mir ein, dass Mörike auch an eine Äolsharfe gedacht haben könnte. Er hat sie spätestens in seiner Cleversulzbacher Zeit im nahen Weinsberg bei seinem Freund Justinus Kerner kennengelernt und 'angedichtet'.
    Allerdings hat diese keinen silbernen Klangcharakter, eher einen zaubrischen.
    Das Gute ist der Feind des Mittelmäßigen. Jane Fox bezeichnet Lyrikübersetzer als 'brave'. Insofern möchte ich dies weiterhin sein und auch gerne an konstruktiver Kritik teilhaben und daraus lernen.
    Eine ältere Variante:
    IT'S SPRING

    Ribbons, blue, from Springtime’s hand
    flutter now through Zephyr’s regence;
    sweet and well remembered fragrance
    ominously sweeps the land.

    Violets dream-bound
    prone to shy appearing.
    Hark, from far a gentle harping sound!
    Springtime, yes, it’s you
    that I have been hearing!

    Ich grüße Sie.

    BKottmann

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  6. Hi Kevin,
    An interesting problem. I've never tried to translate poetry and have never understood how anyone can. There are so many things to take into account, that only half a poem can ever come out. Now that CDs or links to websites can be included in (poetry) books, perhaps it would be an idea to include a reading of the poems along with a fairly literal translation, so that the sound, rhythm, rhymes, alliteration, mood, etc. of the poem can also be appreciated by non-native speakers?
    Having said that, I like your version better than some of the others. Specifically, I prefer "lets" to "sets free" and "through the skies" (cf. in the skies) to give a sense of continued motion and freedom to develop. Not sure I can help on the ahnungsvoll and streifen problem though. Tricky!
    I think really everyone who wants to read German poetry should learn German!
    Keep the interesting ideas coming!
    Caroline Bentley

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  7. > BKottmann:> zuvörderst Verzeihung für die
    > Namensverdrehung - Namen
    > sind 'heilig' !

    Ist nicht schlimm; das passiert mir oft seit über 20 Jahre. Allerdings muß ich an dieser Stelle eine korrigierende Bemerkung hinzufügen: Monique verwechselt mich nicht mit Kevin Costner, sondern eher mit ihrem Ex-Mann und den Hund. Da beide wohl intelligenter als der Schauspieler sind, soll ich das wohl als Kompliment verstehen ;-)

    > Nun denn, 'der mit dem Wolf
    > tanzt' könnte auch mit Ari
    > tanzen :-)).

    Er kann sogar sehr gut tanzen, tut es aber lieber mit seiner dänischen Freundin.

    > Ich darf das Bild 'streifen'
    > nochmals aufnehmen...
    Ein interessanter Punkt, den ich später detaillierter überlegen werde (bin diese Woche etwas im Stress). Das Wort "caress" steckt mir im Kopf seit ihrem letzten Beitrag, und ich würde gerne diese Zeile genauer überlegen; vielleicht werde ich ihre Version aus einer anderen Perspektive verstehen bzw. einfach etwas Interessantes aufdecken. Mit lexikalischem stöbern weiß man nie, was für Schätze manchmal vorkommen. Oder nicht.

    > Warum übersetzen sie mit 'skies'?
    >Etymologisch steckt darin die 'cloud',
    > die scua=shade.

    Diese Assoziierung ist aber im Sprachgebrauch nicht gegeben, egal was der Ursprung des Wortes sein mag. Die Kommunikation verlangt von uns, daß wir Leute mit bekannten Begriffen ansprechen, so ist das jedenfalls heute. Das alte, beliebte Spiel, möglichst viele klassische Referenzen einzuarbeiten, wie bei Eliot und viele andere, kommt heute selten zu einem guten Ergebnis. Man kann sich natürlich wegen der eigenen Klugheit gratulieren, aber das Ziel, ein bißchen Freude und Schönheit für den Genuß von allen in die Welt zu bringen ist verfehlt. Auch wenn dieses Ziel unrealistisch ist, finde ich es persönlich erfreulicher als die alte Praxis. Oder soll ich etwa anfangen, alte sumerische Sprüche, die noch aus meiner Zeit bei den vorderasiatischen Archäologen in Saarbrücken noch irgendwo in meinem Kopf stecken zum poetischen Ausdruck bringen und mich amüsieren, wenn nur 20 Leute auf der Welt sie auch verstehen. Nein, danke.

    > Jane Fox bezeichnet Lyrikübersetzer
    > als 'brave'.

    Eine Meinung, die ich nicht unbedingt teile. Jede Übersetzung kann als kritische Zielscheibe dienen, selbst relativ trockene technische Texte. Ich schätze Literatur und die Welt der Lyrik sehr, habe aber keine Illusion der Sonderstellung dieser Bereiche wie Manche. Dieser "Mut" ist eher das normale Verhalten eines Menschen, der es wagt, morgen zum Bäcker zu gehen und sich dem Dorfklatsch über Haarschnitt, Auto u.v.m. oder sogar nationale Herkunft aussetzt.

    Die Teilnahme an konstruktiver Kritik ist für mich wenigstens eine erfreuliche Gelegenheit, die zu selten vorkommt. Meistens kommt gar keine Rückmeldung zu den Arbeiten zurück, und selbst bei guten Texten ist es mir klar, dass sie noch besser werden könnten.

    > Eine ältere Variante

    A very interesting alternative. Some parts I like better. I'll think about it a bit more when I can relax and comment here or drop you a note. I really do not like that "ominously", however. It doesn't work. You need to be careful with your use of adverbs in English. Your contribution on the laureate's site (Rilke) was better than your translation of this poem I think, but it was marred a bit by entirely correctable trivialities (e.g. "immensely gently", try "... gentle").

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  8. Okay, this is going to sound very mundane. I have always loved that poem, but don't like any of the translations, but then again, I also don't like many other, like the one of Faust, for example. Maybe some things truly cannot be translated? I cannot offer anything better, that's for sure, but knowing the original, absolutely no translation truly comes close to its essence.

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  9. > I have always loved that poem,
    > but don't like any of the
    > translations

    I feel the same way about most poetry translations, actually; there are so few that manage to reflect the spirit and beauty of the original. I haven't seen the Faust translation in English, but when I think of some of my favorite lines being botched, I feel a bit sick.

    On the other hand, what am I to do about Giacondo Belli's work, for example? I can't read Spanish, so all I can do is enjoy the reflection of the original in the German translation. Fortunately her translator's work stands on its own in German rather well. How it compares to the Spanish I can't say. The same could be said of the work of so many other writers.

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  10. Hi Kevin,

    A take from a poetry translation dilettante but stern aficionado of good German (and also hard-core marketer and linguist).

    First of all:

    "... and with it in corporate speeches and newsletters throughout Germany the inevitable quotations from Eduard Mörike's old poem:"

    And why indeed, one might ask? To demonstrate that they are 'oh-so-cultured', I suppose. I don't see companies in the Anglosphere going for that approach, so the good old word 'zielgruppengerecht' rears its ugly head (or even 'zeilgruppenrelevant'.

    I faced a very similar situation once. Dissatisfied with all that I found on the Net and not happy about giving it my own shot, I suggested (very politely) that were they to use an English poem written in a similar vein, then the audience would really be frightfully impressed.
    Erst recht beeindruckt! They bought that with alacrity...

    Reminds me of something a respected peer/mentor once said. "Who will read it, will they understand it and will they enjoy reading it?"

    Getting down to brass tacks, I liked yours best, Kevin.

    Comments: 'Ahnungsvoll' may well have been favoured by Goethe and been listed in the magnificient Grimm work.

    DE>EN dictionaries variously proffer 'ominous', 'foreboding' and similar, but I like the Muret-Sanders suggestion of 'mysterious', simply because it fits the mood/context.

    One more minor point. I love alliteration in things like marketing slogans. It sits firm. However, I don't care so much for your "Violets do dream". Dreaming violets, maybe?

    Note to Herr Kotmann: I fear you have misunderstood Kevin's use of the word "disgust" here. I would imagine that he did not mean it in the sense of "Ekel" within this context, but rather within the sense of "Frustrierung" (although I may stand corrected on that).

    That's my 0,10 Euronen worth.

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  11. @Chris: I think your suggestion of using an English poem of similar purpose is right on target for an English-speaking audience. There's really no reason to use translations of any sort (mine included) unless there is a special reason to emphasize the original author (Mörike in this case) or a particular national/cultural origin (not useful for most international firms I think). You're also right about my use of the word "disgust"; I forgot to respond to that before. I'm not disgusted at the other efforts I found, however disappointing I found them in some regards. I was disgusted or frustrated because of the fruitless (and probably pointless) effort.
    Monique hates that line about violets just as much as you probably do and objected to it before I posted it. I agree that it and other parts could use an overhaul. I already tweaked the first line for a version I submitted elsewhere. All this bother when a good line or two from Shelley or some other contemporary (or even an older or more modern poet) would have done nicely.

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  12. Hi Kevin,

    A take from a poetry translation dilettante (but hard-core marketeer, linguist and aficionado of good German).

    First of all:

    "... and with it in corporate speeches and newsletters throughout Germany the inevitable quotations from Eduard
    Mörike's old poem..."

    And why indeed, one may well ask? To demonstrate that they are 'oh-so-cultured', I suppose. I don't see that approach working so well in the Anglosphere. The notion of 'Zielgruppenadäquat' springs to mind.

    Reminds me of something a respected peer/mentor once said.

    "Who will read it, will they understand it and will they enjoy reading it?"

    I faced a very similar situation once. Dissatisfied with all that I found on the Net and not inclined towards giving it my own shot, I suggested (very politely) that were they to use an English poem written in a similar vein, then the audience really would be frightfully impressed.

    They bought that with alacrity.

    Getting down to brass tacks, I liked yours best, Kevin.

    Comments: 'Ahnungsvoll' may well have been favoured by Goethe and been listed in the magnificent Grimm work.

    DE>EN dictionaries variously proffer 'ominous', 'foreboding' and similar, but I like the Muret-Sanders suggestion of
    'mysterious', simply because it fits the mood/context.

    One more minor point. I love alliteration in things like marketing slogans. It sits firm in peoples' perception. However, I don't care so much for your "Violets do dream". Dreaming violets, maybe?

    Note to Herr Kotmann: I fear you have misunderstood Kevin's
    use of the word "disgust" here. I would imagine that he did not mean it in the sense of "Ekel" within this context but rather in the sense of "Frustrierung" (although I may stand corrected on that).

    That's my '0,10 Euronen' worth.

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  13. That first line is obviously "I've not seen a good blues band in a while". The bit about the "harp" sounding softly suggests that the poet has a lot of walking to do before he gets to the venue.

    "Wollen balde kommen" is clearly a restatement of "No, they don't want none of them long hairs hanging around".

    I think your version still needs some work.

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  14. Here's my effort!

    Spring unfurls its ribbon blue
    In the sky a shining.

    Sweet perfumes entrance the senses
    Bringing hopes of life anew.

    Violets still asleep dream of soon awakening

    Hark!

    I hear the sound of humming bees (easier to sing and better than distant harps)

    Spring is here again

    Spring is here again

    Yes we can sing again (once More?)

    to Spring!




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